Wie entstehen Gewohnheiten?

Ein Auslösereiz lässt ein Verlangen nach einer bestimmten Reaktion in uns entstehen, für die wir belohnt werden.

Auslösereize sind bestimmte Tages- oder Uhrzeiten, emotionale Zustände, vorangegangene Handlungen oder soziale Ereignisse. Die durch den Auslöser in Aussicht gestellten Belohnungen sind in unserer Gesellschaft, in der unsere primären Grundbedürfnisse weitgehend gedeckt sind, meistens Lob, Anerkennung, Liebe, Freundschaft, Geld, Macht oder ein Gefühl der persönlichen Zufriedenheit.

Unser Verhalten wird dabei letztendlich von dem Wunsch getrieben, ein Problem zu lösen. Wenn wir zum Beispiel frustriert oder gelangweilt sind und deshalb shoppen, läuft es in etwa wie folgt ab: Der Auslöser ist das Gefühl der Frustration oder der Langeweile, was das Verlangen weckt, diese Emotionen loszuwerden. Das wiederum führt zur Reaktion des Kaufens, was – zumindest für kurze Zeit – dafür sorgt, dass die Stimmung sich aufhellt. Die Veränderung unseres Gemütszustands ist in diesem Fall die Belohnung.

Das Gehirn speichert die Belohnung im Zusammenhang mit dem Reizauslöser ab, sodass es beim nächsten Mal zur selben Handlung kommt. Je öfter wir dieselbe Handlung mit derselben Belohnung ausführen, desto stärker wird die Gewohnheit. Wenn die Handlung, die zur Belohnung führt, nicht im Einklang mit Umwelt- und Klimaschutz oder anderen Werten wie fairen Arbeitsbedingungen steht, sollten wir die Gewohnheit überdenken.

Möchtest du wissen, wie du deine Gewohnheiten verändern kannst? Dann sei gespannt auf unseren nächsten Post.

Icons von Freepik/Flaticon – Darstellung basiert auf dem Buch „Die 1%-Methode“ von James Clear

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