Während die Unternehmen dringend handeln müssen, indem sie zum Beispiel ihre Rechenzentren mit erneuerbarer Energie betreiben oder weniger Engergie verbrauchende Kühlungssysteme für Server entwickeln und einsetzen müssen, können wir als Einzelne über unseren Konsum starken Einfluss nehmen. Dabei geht es sowohl um unsere Kaufentscheidungen in Bezug auf digitale Endgeräte als auch um unseren Datenkonsum. Wir können selbst darüber entscheiden, was, wo, wie oft und wie wir digitale Angebote nutzen.

Doch wir wissen alle, dass lang antrainierte Gewohnheiten nicht einfach von heute auf morgen verschwinden. In einer Welt, in der uns ständig suggeriert wird, wir bräuchten unbedingt das neueste Smartphone und müssten einen Serienmarathon auf Netflix starten, ist es alles andere als einfach, gegen den Strom zu schwimmen. Die Marketingstrategien der Unternehmen zu entlarven und sich mit den Grundideen von Minimalismus zu beschäftigen, kann dir dabei helfen.

Aus der eigenen Komfortzone herauszutreten und sich ehrlich und kritisch mit dem eigenen Digitalkonsum auseinanderzusetzen, erfordert Mut. Aber es lohnt sich – für dich und für unseren Planeten.

Los geht’s! Such´dir unten eine Challenge aus und mach´ dich auf dem Weg zu einem nachhaltigeren Leben!

Unter Tipps findest du außerdem Adressen von Onlinestores für gebrauchte und faire digitale Geräte sowie Empfehlungen für Bücher, Filme, Vorträge u.v.m.

Du machst einen Unterschied

Natürlich braucht es bereichsübergreifende Lösungen von der Politik und der Wirtschaft, das heißt aber nicht, dass dein Digitalkonsumverhalten keinen Unterschied macht. Du kannst zum Vorbild für andere in deinem Umfeld werden und ihnen Tipps geben, sie mitreißen und dazu motivieren, selbst weniger zu streamen, bewusster zu konsumieren und Elektrogeräte so selten wie möglich auszutauschen. Wer weiß, vielleicht kommt dein*e Freund*in schon bald mit einem Fairphone oder Shiftphone um die Ecke?

Dein persönlicher Gewinn

Von deinem veränderten Konsum profitieren nicht nur die Umwelt, das Klima und die Arbeiter*innen entlang der Produktionsketten, sondern auch du selbst.

  • Du reduzierst deinen ökologischen Fußabdruck.
  • Du fühlst dich gut, weil du nicht mehr so viel Zeit vor dem Bildschirm verbringst.
  • Du hast mehr Zeit für dich, deine Freund*innen und Familie.
  • Du schonst deinen Geldbeutel, wenn du nicht mehr das neueste iPhone kaufst.
  • Du sammelst weniger Müll an, wenn du keine alten Handys mehr in der Schublade liegen hast.
  • Du unterstützt fairere Arbeitsbedingungen, wenn du dich für ein fair hergestelltes Handy entscheidest.
  • Du fühlst dich rundum gut, weil du im Einklang mit deinen Werten lebst!
  • Du entziehst dich dem Hamsterrad des Konsums und befreist dich von äußeren Zwängen.

DU BIST TEIL DER LÖSUNG!

Dein Weg zum nachhaltigen Digitalkonsum

Wenn du das Motto "So viel Digitalisierung wie nötig und so wenig wie möglich" berücksichtigst, dann bist du auf einem guten Weg!

  • Das nachhaltigste Smartphone ist das, das du nicht kaufst.
  • Du musst nicht jede neue Serie gesehen haben. Sei kritischer und schau dir nur an, was dir wirklich gefällt.
  • Schau deine Lieblingsserie vielleicht auch mal in niedrigerer Qualität.
  • Bleib achtsam und verwende nicht mehrere elektronische Endgeräte gleichzeitig.
  • Gehe auch mal bewusst für ein paar Stunden oder Tage offline. Das ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern auch für dich.
  • Lade deine Lieblingsmusik herunter, anstatt sie jedes Mal neu zu streamen.
  • Entrümple dein Handy.

Wenn du ganz konkret wissen möchtest, was du tun kannst, schau' dir unsere Challenges an!

Diese Challenges helfen dir

Du bist dir nun sicher, dass du etwas an deinem Digitalkonsum verändern möchtest, weißt aber nicht, wo du anfangen sollst? Wir haben hier ein paar konkrete Challenges für dich gesammelt, damit du gleich anfangen kannst. Such dir eine aus und frag vielleicht eine*n Freund*in oder ein Familienmitglied, ob sie/er nicht vielleicht auch mitmachen will. So könnt ihr euch gegenseitig motivieren!

  • Du hörst das neue Album deiner Lieblingsband in Dauerschleife? Dann lade es dir runter und sofort sparst du eine Menge an Datenvolumen.
  • Miste mal aus. Hole die alten Handys und Ladekabel aus den Schubladen und bring sie zu einer Sammelstelle (du kannst zum Beispiel das Projekt des NABU unterstützen).
  • Benutze dein aktuelles Handy, solange es funktioniert.
  • Schütze dein Handy mit einer Hülle (z. B. aus Kork oder Filz) und dein Display mit einer Folie, damit es möglichst lange heil bleibt.
  • Sollte es doch einmal kaputt gehen, versuche, es reparieren zu lassen.
  • Ist dein Handy kaputt? Dann kaufe dein nächstes doch gebraucht!
  • Faire Handyproduzenten wie Fairphone oder Shiftphone stellen eine Alternative zu kommerziellen Herstellern dar.
  • Du schaust viel Netflix? Dann kompensiere deine CO2-Emissionen doch beispielsweise mit Atmosfair, Primaklima, KlimaKollekte oder myclimate!
  • Schalte deinen Laptop ganz aus, wenn du ihn nicht benutzt, und klappe ihn nicht einfach nur zu.
  • Verwende Suchmaschinen wie Ecosia oder Gexsi statt Google.
  • Wechsle zu einem grünen E-Mail-Anbieter wie Posteo oder Mailbox.
  • Installiere Ad-Blocker in deinem Browser.
  • Wechsle zu Ökostrom, falls du das nicht schon getan hast.
  • Schau einen Film oder lies ein Buch zum Thema.
  • Sprich mit einer Person aus deinem Umfeld über nachhaltigen Digitalkonsum.
  • Organisiere eine (digitale) Veranstaltung zum Thema an deiner Schule/Universität/Hochschule (oder einfach bei dir zu Hause).
  • Informiere dich weiter über nachhaltige Digitalisierung!