Unsere Idee

Wir sind überzeugt davon, dass wir einen tiefgreifenden Wandel unserer Lebens- und Wirtschaftsweise brauchen, um die ökologischen und sozialen Krisen unserer Zeit zu lösen. Technische Lösungen sind hierfür notwendig, aber keinesfalls ausreichend. Manche bergen sogar zusätzliche Gefahren für eine zukunftsfähige gerechte Gesellschaft. Erst recht kann es nicht allein darum gehen, ein klimaschädliches Produkt durch ein anderes nachhaltigeres zu ersetzen.

Die Voraussetzung für die notwendige Veränderung des bestehenden Systems sehen wir in dem Wunsch und dem Bemühen, uns selbst ehrlich und empathisch zu hinterfragen. Klima- und Umweltschutz beginnt aus unserer Sicht im Kopf jedes einzelnen Menschen – und zwar in erster Linie durch Selbsterkenntnis. Erst wenn wir verstehen, welche unbewussten Barrieren uns vom Handeln abhalten, können wir den nächsten Schritt machen.

Schon im Bericht des Club of Rome aus dem Jahr 1972 „Die Grenzen des Wachstums“ führen die Autor*innen aus: „Der Mensch muss sich selbst, seine Ziele und seine Wertvorstellungen ebenso erforschen wie die Welt, die er zu verändern sucht. (…) Die Lösungen sind einzig in uns selbst zu suchen, wir alle müssen lernen, unsere verborgenen Kräfte zu wecken.“

Unsere Herangehensweise, beim Individuum zu beginnen, bedeutet nicht, die Verantwortung auf diese abzuwälzen. Sie ist vielmehr Ausdruck der Erkenntnis, dass jede*e Einzelne von uns ein Teil des Systems ist und wir nicht außerhalb dessen stehen. Und sie ist auch eine logische Schlussfolgerung dessen, dass es nicht die „Politik“ oder die „Unternehmen“ gibt, sondern auch dort menschliche Individuen tätig sind und Entscheidungen treffen. Durch die Art unserer Beziehungen zur Natur, zu Menschen und anderen Lebewesen beeinflussen wir immer auch das gesamte System. Manche Menschen haben hierbei durch ihre berufliche, wirtschaftliche oder politische Stellung vielleicht größere Hebel, aber wir alle haben Einfluss darauf, wie wir zukünftig miteinander leben werden.

Deshalb möchten wir versuchen, individuelle Veränderungsprozesse anzustoßen und Menschen dabei unterstützen, herauszufinden, was sie zur Lösung beitragen können. Die Vermittlung von Wissen gehört für uns selbstverständlich auch dazu, noch wichtiger finden wir aber Raum fürs Zuhören, Reflektieren und Austausch sowie Motivation durch Gemeinschaft und positive Lösungsansätze anzubieten.