Wasserverbrauch

Für die Produktion einiger Lebensmittel, beispielsweise für Kaffee, wird nicht nur eine große Menge an Fläche benötigt, sondern auch sehr viel Wasser. Wasser spielt vom Anbau bis hin zum Konsum eine bedeutende Rolle, denn es wird in fast jedem Verarbeitungsschritt benötigt. Schon beim Anbau in Ländern wie Brasilien, Kolumbien, Vietnam oder Honduras müssen die Kaffeepflanzen oft zusätzlich bewässert werden, um der hohen Nachfrage des Marktes gerecht zu werden. Zur Weiterverarbeitung werden ebenfalls Mengen an Wasser benötigt, beispielsweise zum Lösen des Fruchtfleisches von der Bohne, zum Waschen der Bohnen etc.

In einer Studie von Chapagain und Hoekstra (2003) wurde der Wasserverbrauch vom Anbau, über die Weiterverarbeitung bis zum Konsum berechnet mit dem Ergebnis, dass für die Herstellung von 1 kg Kaffeebohnen 22.530 Liter Wasser verbraucht werden!

Für eine Tasse Kaffee (durchschnittlich 7 g Kaffeepulver) entspricht dies rund 157,72 Liter Wasser (Chapagain und Hoekstra, 2003). Pro Tag macht das bei durchschnittlich 2 Tassen Kaffee mehr als 300 Liter Wasser für unseren Kaffeekonsum , pro Person!

Der Wasserfußabdruck

Um zu berechnen, wie viel Wasser ein Produkt vom Anbau bis zum Konsum benötigt, hilft das Konzept des Wasserfußabdrucks: Er gibt an, wie viel Wasser ein Produkt beispielsweise benötigt, verbraucht und verschmutzt. Dies gilt vom Anbau, zur Weiterverarbeitung bis hin zum Konsum. Der Wasserfußabdruck kann für Produkte aber auch für den persönlichen Lebensstil berechnet werden (Waterfootprint, 2021).

Der hohe Wasserverbrauch hat in den Anbauländern schwerwiegende Folgen und führt zu ausgetrockneten Böden und Wasserverteilungskämpfen, aber auch zu Wasserverschmutzung, was Erkrankungen der Bevölkerung zur Folge haben kann (Albert-Schweizer-Stiftung, n. A.; KlasseWasser, n. A.).

Wenn ganz Deutschland eine Woche auf Kaffee verzichten würde, könnten so 183.259 Millionen Liter Wasser gespart werden.