3 Fragen an Florence

1. Wer bist Du und wie bist Du zum Team gestoßen?

Ich bin Florence (26) und bin beim Klimasofa für PR-Angelegenheiten und Content Management zuständig. Ich komme eigentlich aus der Werbebranche, spezialisiere mich aber nun auf die Markenführung und -kommunikation.

2. Was bedeutet Klimaschutz für Dich?

Ich reise gerne, manchmal auch weite Strecken, etwa um meine Familie in Kanada zu besuchen. Bedeutet das, dass ich mir keine Haltung in Sachen Nachhaltigkeit erlauben darf? Weil ich weder das perfekte nachhaltige klimaneutrale Leben führe (sofern es das überhaupt gibt), noch eine Erwartungshaltung gegenüber meinen Freunden und meiner Familie habe, eben dieses Leben zu führen? Wenn Greta Thunberg auf Social Media in zahlreichen Kommentaren eine Doppelmoral vorgeworfen wird, weil sie für Klimaschutz und Nachhaltigkeit steht, diese aber selbst nicht bis zur absoluten Perfektion lebt (etwa weil sie auf einer Bahnfahrt einen in Plastik verpackten Salat gegessen hat) ... was soll ich dann sagen? Aus Angst davor, mich für jede „Klimasünde“ rechtfertigen zu müssen, habe ich mir lange eingeredet, dass Klimaschutz nur „ganz oder gar nicht“ funktioniert.

Als ich für mein Studium nach Berlin gezogen bin, habe ich gelernt, dass Klimaschutz nicht nur sehr vielfältig ist, sondern auch durch eine einzige bessere Entscheidung umgesetzt werden kann. Zum Beispiel durch die Wahl der veganen Option auf der Speisekarte oder die Entscheidung für den Einkauf beim Unverpackt-Laden um die Ecke. Und das alles ohne sich dafür rechtfertigen zu müssen, dass man zuletzt eine weniger klimafreundliche Wahl getroffen hat. Denn Klimaschutz ist nun mal nicht nur die Sache von Klimaschutz-Perfektionist*innen – es ist auch die Sache einer WG, die auf einer Demo ein Plastik-Verbot verlangt, auch wenn sie zuhause noch die Kapselmaschine stehen hat; oder einer Weltenbummlerin, die Hoffnung darauf hat, dass mehr Menschen auf andere Transportmittel umsteigen, wenn sie die Wahl haben.

3. Warum bist Du beim Klimasofa?

Ich bin beim Klimasofa, weil ich der Meinung bin, dass die Kritik an der vermeintlichen Doppelmoral von Klimaaktivist*innen, Demonstrant*innen oder jeglicher Menschen, die sich trauen, eine nachhaltige Entscheidung zu treffen oder Veränderung verlangen, nicht zielführend ist. Weil Klimaschutz bei alltäglichen Entscheidungen beginnt, jeder Schritt zählt und jeder, der etwas besser machen will, einen Teil zum Klimaschutz beitragen kann. Das kann auch damit anfangen, sich über nachhaltige Themen zu informieren und sich die Frage zu stellen, was man in Zukunft besser machen kann. Genau dafür steht das Klimasofa. Denn wir schaffen ein Format, welches den Zugang zu Wissenschaftskommunikation erleichtert, einen offenen Diskurs zu nachhaltigen Themen ermöglicht und zum Handeln inspiriert.

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